24.09.2012, Düsseldorf

 

Henkel und KraussMaffei gelingt schnellere Aushärtung von Composite-Matrixharz für die Automobilindustrie

 
 
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Härtungszeit von Polyurethan-Matrixharz erstmalig auf eine Minute reduziert

Wenn sich Kompetenzen ergänzen, gelingen herausragende Entwicklungsschritte: Henkels Know-how auf dem Gebiet der polyurethanbasierten Composite-Matrixharze und die Expertise von KraussMaffei, einem der weltweit führenden Hersteller für Maschinen zur Herstellung und Verarbeitung von Kunststoff, gehen eine perfekte Verbindung ein. Das Ergebnis: Die Aushärtungszeit des Matrixharzes Loctite MAX 2 konnte auf eine Minute reduziert werden. Das deutliche Unterschreiten des Ziels von fünf Minuten ist ein Leistungsergebnis, das auf einer Hochdruck-Dosiermaschine erstmalig erreicht wurde.

Diese Reduzierung der Aushärtungszeit ist ein weiterer Durchbruch in der Entwicklung von Composite-Matrixharzen zur Herstellung von Leichtbauteilen in der Automobilindustrie. Kürzlich hat Henkel mit Loctite MAX 2 ein Composite-Matrixharz auf Basis von Polyurethanen entwickelt, das im Vergleich zu den für den Resin-Transfer-Molding-Prozess sonst üblichen Epoxidharzen deutlich schneller aushärtet. Zudem durchdringt  Loctite MAX 2 das Fasermaterial aufgrund der niedrigen Viskosität wesentlich leichter und schonender, so dass sehr kurze Injektionszeiten  realisiert werden können.

Die Verbundwerkstoffe auf Basis von Karbonfasern oder Glasfasern gewinnen wegen ihres geringen Gewichts bei gleichzeitig hoher Festigkeit für die Herstellung von Bauteilen für Kraftfahrzeuge zunehmend an Bedeutung. Zur Herstellung dieser Automotive Composites – insbesondere für die Produktion von Automobil-Großserien –  kommen schwerpunktmäßig Harzinjektionsverfahren wie Resin Transfer Molding  (RTM) zum Einsatz. „Durch Henkels Kompetenz in der Matrixharz-Technologie in Verbindung mit der Hochdruck-Technologie von KraussMaffei wird die Produktion dieser Composites somit noch wirtschaftlicher und prozesssicherer,“ so Frank Deutschländer, Global Market Manager Automotive bei der Henkel AG & Co. KGaA. Zusammen mit dem Klebstoff-Portfolio von Henkel ergibt sich daraus ein komplettes und in sich schlüssiges System zur Herstellung und Integration von Composite-Teilen im Automobil.

Henkels Zusammenarbeit mit KraussMaffei sieht in Zukunft eine weitere Reduzierung der Zykluszeit für ein möglichst breites Spektrum an Bauteilen vor. „Wir gehen davon aus, dass wir in der nächsten Zeit das Hochdruck-RTM-Verfahren durch die Zusammenarbeit mit Henkel stark weiterentwickeln können“ sagt Erich Fries, Leiter der Business-Unit Composites / Surfaces bei KraussMaffei.

Über KraussMaffei
Die Produktmarke KraussMaffei steht international für wegweisende und technologieübergreifende System- und Verfahrenslösungen in der Spritzgieß- und Reaktionstechnik sowie der Automation. Individuelle, modulare oder standardisierte Produkte und ein maßgeschneidertes, breites Serviceangebot zeichnen KraussMaffei als branchenübergreifenden Komplettanbieter aus. KraussMaffei bündelt ein jahrzehntelanges Know-how im Kunststoffmaschinenbau mit Ursprung am Standort München. Weitere Informationen sowie Bildmaterial: www.kraussmaffei.com



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